„Grenzenrettend Menschen schützen.“ – Die Flüchtlinge und wir in der Krise

Lange Nacht der Politischen Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die Flucht- und Migrationsströme haben auch bei den Staaten der Europäischen Der junge Kulturkanal: Die Flüchtlinge und wir in der Krise(?) - Vier Fragen zur Flüchtlingskrise an die Philosophie  von Annabell ThielUnion tiefe Spuren hinterlassen. Die angebliche Wertegemeinschaft ist sich ihrer Werte nicht länger bewusst. Manche hinterfragen gar, ob es sich überhaupt noch um eine Gemeinschaft handelt.

Angesichts des Leids und der ausweglosen Lage der Flüchtlinge streitet die europäische Staatengemeinschaft um den Umfang ihrer humanitären Hilfspflichten. Welche Personen sind tatsächlich schutzbedürftig? Lässt sich die gängige Unterscheidung zwischen „echten“ Flüchtlingen und „Wirtschaftsflüchtlingen“ rechtfertigen? Gibt es eine Obergrenze für aufzunehmende Flüchtlinge?

Unter dem Stichwort „Obergrenze“ diskutiert die Öffentlichkeit zudem die Legitimität von Grenzen der Hilfe und Solidarität. Darf ein Land seine Grenzen schließen, wenn die öffentliche Sicherheit durch unkontrollierte Einreise gefährdet ist? Haben Flüchtlinge ein Recht auf Integration oder vielmehr nur auf temporäre Duldung? „Schaffen wir das“, Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren, wenn die Zahlen die Millionengrenze übersteigen?

Zu diesen vielfältigen Fragen und Problemen stellen Ulrich Arnswald, Michael Schmidt und Simeon Imhoff kurze Vorträge zur Diskussion im Plenum. Rolf Steltemeier, Ministerialdirigent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, referiert über die Bemühungen auf internationaler Ebene und moderiert die Veranstaltung.

Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis Politische Philosophie (polphil) des Instituts für Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) organisiert und in Zusammenarbeit mit der Fachschaft GeistSoz des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ausgerichtet.

Datum und Ort: 

 

Donnerstag, 12. Mai 2016, 19-24 Uhr, im Franz Schnabel Haus, Geb. 30.91, Raum 012.

Während der Veranstaltung wird gegrillt. Getränke stehen gegen einen kleinen, kostendeckenden Beitrag ausreichend zur Verfügung. Grillgut bitte selbst mitbringen. Alle sind eingeladen!

Der Eintritt ist frei.

 

Programmablauf

 

19:00 Uhr                    Begrüßung

19:10-20:00 Uhr         Simeon Imhoff: Über Hilfe und Aufnahme. Zwei Pflichten und ihre

            Grenzen

            Mit anschließender Diskussion

20:00-20:10 Uhr         Pause

20:10-21:00 Uhr         Michael Schmidt:  Ist es sinnvoll zwischen „Wirtschaftsflüchtlingen“

            und „Asylsuchenden“ zu unterscheiden?

            Mit anschließender Diskussion

21:00-22:00 Uhr         Grillen

22:00-22:50 Uhr         Rolf Steltemeier: Die Europäische Entwicklungspolitik am Beispiel der

            Zusammenarbeit in der aktuellen Flüchtlingskrise

            Mit anschließender Diskussion

22:50-23:00 Uhr         Pause

23:00-23:50 Uhr         Ulrich Arnswald: Auch moralisch gibt es eine Obergrenze. – Die

            Flüchtlingsproblematik zwischen Schutzrecht und Gegenintervention

            Mit anschließender Diskussion