(Un)gehorsamer Protest - Zur Legitimation von Protestformen

Welttag der Philosophie 2015 - Eine Diskussionsveranstaltung mit zwei Impulsvorträgen

Unabhängigkeitsbewegungen, Bürgeraufstände gegen Großbaumaßnahmen und andere Formen des politischen Protests prägen gegenwärtig die Protestkultur in der EU.Das Bild zeigt stilisierte Menschen vor der Europafahne.Sie demonstrieren unter einem Demonstrationsverbotsschild. | copyright: Michael Wendland

Im Zuge von Demonstrationen formiert sich oftmals auch konkurrierender Gegenprotest in Form von Sitzblockaden und anderen gewaltfreien Störungen des Demonstrationsablaufs. Hier stellt sich die Frage, ob jene Formen des Protests Zivilen Ungehorsam im Sinne der politischen Theorie darstellen.

Ziel der Veranstaltung ist eine Auseinandersetzung mit den philosophischen Aspekte des Zivilen Ungehorsams: Können Blockaden einer Demonstration durch Gegendemonstranten als Akte Zivilen Ungehorsams legitimiert werden? Gibt es Zivilen Ungehorsam nur gegen den Staat oder ist er auch gegen andere Akteure denkbar? Wie definieren wir Zivilen Ungehorsam? Existiert ein moralischer Anspruch auf ihn?“

Nach einleitenden Worten von Christian Schneider halten Kaidi Tamm (ITAS) und Simeon Imhoff kurze pointierte Impulsvorträge, bevor eine intensive Diskussion im Plenum stattfinden soll. Die Diskussion wird von Christian Schneider moderiert.

Die Veranstaltung des Arbeitskreises Politische Philosophie (polphil) des Instituts für Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist ein Beitrag zum UNESCO-Welttag der Philosophie 2015.

Datum und Ort: 

Donnerstag, 19. November 2015, 19 Uhr, im Foyer des Instituts für Philosophie, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Campus Süd, Kollegium am Schloss, Geb. 20.12.

Der Eintritt ist frei.